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Montag, 18. September 2017

Ostrale 2017 in Dresden - eine Schau von "unten"


"Unten" ist ganz wertfrei; - unten sind einfach die unteren Ausstellungsräume; es sind die ehemaligen Futterställe. Das Ausstellungsareal der Ostrale war einst eine der modernsten Schlachtereien, die das junge Deutschland zu bieten hatte.  Es gibt noch Ausstellungsräume, die "oben" sind; was mal die Heuböden waren. Aber die Kunstwerke, die auf den "Heuböden" ausgestellt werden bekommen einen eigenen Post. Die Ostrale 2017 in Dresden bricht Rekorde: noch nie gab es so viele Besucher auf einer Ostrale. Die Kritiker überschlagen sich des Lobes voll. Motto der Ostrale 2017: "Re:form" 
Es geht um vieles: auffällig sind die "grünen" Themen. Der Affe, welcher statt des Baumes, in dessen weiterer Produktionsstufe schläft. Verdrängte Natur, rebellische Natur, welche Muster durchbricht. Die Kirche des Konsums, - anbetungswürdiges Plastik mit eigenen Nervenzellen; - das sind die Themen, die die Ostrale bestimmen. Unbedingt sehenswert! 



Draußen: Anonymus: Thesen-Abschlag
- ist eine anonyme re_form: Millionen, die Menschheit betreffende, nur für Aliens lesbare Thesen,  werden über einen spezifischen Rohrleitkomplex den Außerirdischen über einen Ufo Landeplatz angeboten.






Mavi Garcia - entzweit. Der Affe steht für unsere Instinkte; - das Papier für die Bürokratie. Das Sinnbild zeigt, dass wir unser Bauchgefühl im Regelwerk verlieren. 

Kollision X - Committee for Unsolicited Business (CoUB) Lok Sponselee & Werner Klompen

Anspielungen Innenraum Wohnmobil - Committee for Unsolicited Business (CoUB) Lok Sponselee & Werner Klompen


Kollision X - Committee for Unsolicited Business (CoUB) Lok Sponselee & Werner Klompen



Samstag, 4. August 2012

Vertikales Theater: Zu dunkel und zu bunt


 Fotos: Suchbild mit zwei Darstellern. Vertikales Theater aus Sicht des Zuschauers

Eine Verschiebung der Perspektive gab es in Dresden auf dem Gelände der Ostrale zu sehen: Die Italiener Luca und Andrea Pialini kletterten, tanzten und schwangen sich an der Wand des riesigen Kühlhauses entlang. das ganze nennt sich "vertikales Theater". Zwangsläufig hatten die Zuschauer den Eindruck, dass sie von oben auf das Geschehen blicken und doch sahen sie tatsächlich zu den Künstlern hinauf. Was genau die beiden da trieben, war nur schwer erkennbar, denn die Künstler wurden wortwörtlich überstrahlt. So blieben sie trotz aller Anstrengungen doch nur zwei tanzende Farbtupfer.



Geschehen am 21.07.2012

Freitag, 3. August 2012

Die schönsten Kunstwerke auf der Ostrale 2012

Ergänzend zum gestrigen Beitrag möchte ich noch ein paar Fotos der Ostrale in Dresden nachreichen, damit ein klarer Eindruck der Ausstellung ensteht.

Foto: Bank aus Neonröhren von Steffen Huhn

 Foto: Kerngehäuse von Matthias Stuchtey

 Foto: Figur von Mitsy Groenendijk
 Foto: Buchskulptur von Francois du Plessis
 Foto: Werk von Romain van Wissen


Foto: Installation von Beate Bilkenroth

 Foto: Atompops von Thomas Schönauer

Mittwoch, 18. Juli 2012

Die kleine Documenta in Dresden ganz groß

Kunstgenuss OSTRALE

Einmal im Jahr ereignet sich in den ehrwürdigen Gebäuden der ehemaligen Schlachthöfe von Dresden ein sehenswertes Kunstereignis: die OSTRALE in Dresden


Fotos: verschiedene Künstler OSTRALE 2010

Die OSTRALE geht ihren Weg
Die Documenta in Kassel ereignet sich nur im Fünf-Jahresrhythmus. Den Kunstfreunden der Documenta sei aber auch die jährlich stattfindende OSTRALE wärmstens empfohlen. Hier wird echte unkommerzielle Kunst dargeboten. Entwachsen ist dieses Ereignis aus Bewegungen der künstlerischen Subkultur in Dresden. Trotz des verstärkten medialen Zuspruchs hat sich die OSTRALE ihren ursprünglichen Charakter bewahrt. Man wähnte sich als Besucher in abrissreifen Hallen, die durch die Kunst zweckentfremdet wurden. Manchmal aber tritt das Kunstwerk auch in Beziehung zu seiner schroffen Umgebung.

Räumliche Struktur der OSTRALE
Der Name OSTRALE leitet sich von dem Standort, dem in Dresden legendären Ostragehege statt, welches wiederum sich von dem früheren Dorf Ostra („Insel“) herleitet. Hier wird moderne Kunst in Räumlichkeiten gezeigt, die so wohlklingende Namen haben wie Fettschmelze, Schweinehalle oder Kühlhaus. Unmöglich ist es, alles an einem Tag zu erfassen. Mehr als zehn Ausstellungsorte werden hier jährlich für die Kunst bereit gestellt. Der Besucher hat daher einen Monat lang Zeit, sich der OSTRALE anzunehmen.




 Foto: Erschließt sich oft erst beim Rückblick; Kunstwerke auf der OSTRALE 2011

Die OSTRALE ganz praxisnah
Mittelfristig ist hier ein kulturpädagogischen Kompetenzzentrums vorgesehen, dass auch “kunstferne” Zielgruppen ansprechen soll. Sie soll diesen mittels kreativer Prozesse ganz praktisch den Zugang zur zeitgenössischen Kunst eröffnen.
Im Rahmen der OSTRALE finden hier Kooperationen mit Institutionen der praktischen Kunst statt; zum Beispiel in Form von Workshops.

OSTRALE – Zentrum für zeitgenössische Kunst
  • Messering 8
  • 01067 Dresden
  • Telefon: 0351 65 33 763
  • Webseite